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Turnfahrt des Damen Turnvereins Azmoos/Trübbach

Für die diesjährige Turnfahrt treffen sich 13 Turnerinnen des DTV Azmoos/Trübbach bei herrlichem Wetter am Samstagmorgen, den 5.September 2020.

Mit dem ÖV geht es bis Rheineck, wo wir auf das Schiff „Rhyspitz“ umsteigen. Vom gemütlich tuckernden Schiff aus können wir die ruhig dahinziehende Flusslandschaft mit dichtem Schilfgürtel, die überhängenden Uferbäume und die vielen Wasservögel beobachten. Kurz vor der Rheinmündung öffnet sich der Blick auf den glitzernden Bodensee, weiss getupft mit Segelschiffen – eine überwältigende Weite.

Da wir um die Mittagszeit in Rorschach ankommen, bietet sich ein Picknick am See an. Danach geht es mit dem „Heidebähnli“ bergauf ins Appenzeller Land. Das sonnige Wetter erlaubt eine Freiluftfahrt mit den offenen Waggons und Holzbänken der traditionellen Zahnradbahn – für einige der begeisterten Damen ein ganz besonderes Erlebnis. Endstation ist Heiden mit 800m über Meer.

Eine leichte Wanderung führte auf und ab durch die Hügellandschaft des Appenzeller Landes, vorbei an saftig grünen Wiesen und Weiden und den verstreut liegenden Höfen. Nach einer kurzen Rast im Gasthof „Sonne“ erreichen wir die Unterkunft in Walzenhausen Moos: dort werden wir von den freundlichen Gastgebern mit selbstzubereiteter kühler Limonade empfangen. Der herrliche Ausblick vom Garten des Bed & Breakfast der Familie Eisenhut bis zum Bodensee begeistert uns alle.

Abendessen gibt es in der Pizzeria „Gambrinus“ in Walzenhausen: hervorragendes Essen mit ungewöhnlichen Dekorationen stehen auf dem Menü.

Als wir abends im Dunkeln zum B&B zurückkommen, hat Familie Eisenhut ein Lagerfeuer für uns angezündet. Vom Sitzplatz aus sehen wir die funkelnden Lichter der Ortschaften rund um den Bodensee und ihre Spiegelungen im Wasser – so ist es kein Wunder, dass es einigen von uns schwerfällt, sich von dem Anblick zu lösen, um ins Bett zu gehen.

Am Sonntagmorgen erwartet uns ein reichhaltiges Frühstück in der Pension. Als wir gut gestärkt in Walzenhausen loslaufen wollen, stoppt der Regen. Was für ein Glück! In Walzenhausen steigen wir in das „Walzehuuserli“, die kürzeste Bahn der Ostschweiz, die dieses Jahr 2021 ihren 125. Geburtstag feiert. Steil geht es bergab. Zu Fuss, mit Bus und Bahn erreichen wir die Alfred Vogel AG in Roggwil, die seit 1923 besteht.

Dort erwartet uns bereits die Firmenführerin, die in einem engagierten Vortrag das Leben und Wirken des «kleinen Doktors» Alfred Vogel schildert und uns in seine Ideenwelt einweiht. Seine Philosophie, aus frischen Pflanzen innerhalb von 24 Stunden Extrakte herzustellen, um die grösstmögliche Ausbeute und Wirkung zu erzielen, wird bis heute bei der Herstellung der pflanzlichen Präparate praktiziert. Ca. 200 Schritte braucht es von der Pflanze bis zum Endprodukt, was sich im Firmensitz an den Treppenstufen ablesen lässt. Anschliessend an die Einführung dürfen wir einige Produkte verköstigen.

Nach Besichtigung der Produktionsstätte gibt es ein feines, mit essbaren Blüten geschmücktes Mittagessen im Gewächshaus.

Der anschliessende Rundgang durch die Pflanzenanbauflächen mit Erläuterungen zur Wirkung und Nutzung der Pflanzen bringt einige Überraschungen. Wir werden ermutigt Blätter und Blüten zu probieren – und machten dabei intensive Erfahrungen…. (Artischockenblätter: -bitter, Parakresse: 1/8 Blüte reicht für betäubende Wirkung im Mund aus).

Die Führung endet im Kräutergarten mit vielen Tipps und Informationen zur Verwendung der Heilkräuter bei Krankheiten und Leiden. Immer wieder gibt es bei uns erstaunte Gesichter, was die Natur gegen Gebrechen aller Art zu bieten hat.

Zum Abschied bekommt jede Turnerin einen Topf mit Rotem Sonnenhut für den heimischen Garten geschenkt. Im Verkaufsraum können wir uns mit pflanzlichen Gesundheitspräparaten eindecken, um im kommenden Winter gesund und fit an den Turnstunden teilzunehmen.

Auf der Heimreise mit dem Zug tauschen die Frauen rege Erfahrungen mit Heilkräutern aus und plaudern über die vielen schönen Eindrücke dieser gelungenen Turnfahrt.

Vielen herzlichen Dank an die Organisatorinnen Cilli, Regina und Susanne, wobei ich die letzten beiden in Zukunft vermissen werde!